Wanderlust DACH – Berge, Battery recharging, Handstand und neues Chris Chavez Fangirl

Das Wanderlust Festival war ein mega geiles Wochenende in den Alpen mit ganz viel Yoga, was mir wieder mehr Lust auf eigene Praxis gemacht hat!

Puh, ich bin echt lange nicht zum schreiben gekommen. Und ehrlich gesagt, auch nicht zum wirklich selbst praktizieren. Mich hat Yoga in letzter Zeit ziemlich genervt. Ich empfand es eine lästige Pflicht jeden Morgen meine Matte zu betreten und ich hatte keinen Elan irgendetwas kraftvolles oder anstrengendes zu machen. Meist hab ich mich ein bisschen gedehnt und nach 15 Minuten hatte ich keinen Bock mehr. Oder ich hab gar kein Yoga gemacht oder meditiert, weil andere Dinge soviel wichtiger waren und gemacht werden mussten. Wäsche waschen, Hund Gassi, Insta checken… Und ich hab mich mehr und mehr schlechter und mieser gefühlt, weil ich einerseits meinen Körper vernachlässigt habe und mich dann darüber auch noch geärgert habe… Ein Teufelskreis…

Doch dann hatte ich endlich eine Woche Urlaub. Und mein permanentes Stresslevel, das sich in den letzten Wochen angehäuft hatte, verschwand schon am ersten Tag in den Alpen. Einfach einen Berg hochlaufen (okay, einfach war das nicht HAHAHA) und den Wald und die Natur spüren und ich befand mich wieder komplett ausgeglichen in meiner Mitte. Nach zwei wundervollen Wandertagen im Kaisergebirge und Mangfallgebirge, ging es dann nach Garmisch-Partenkirchen. Dort fand das Wanderlust DACH zum ersten Mal statt. Das Festival rund um Yoga kommt aus den USA/Kanada und ist dort unglaublich erfolgreich. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es wohl noch nicht so ganz angekommen, denn ich hatte mit sehr viel mehr TeilnehmerInnen gerechnet.

Leider konnte meine Yoga-Freundin nicht mitkommen, da ihre Unterkunft einen Tag vor Anreise schließen musste. So schlug ich mich 3 Tage alleine durch die Yogakurse. Aber alleine war ich nicht. Superviele Yoginis und auch ein paar Yogis tummelten sich auf dem wunderschönen Festivalgelände, und in den Kursen schloss ich sehr schnell Kontakt zu anderen Gleichgesinnten. Ein entzückendes, fast schon kitschig wirkendes Alpenpanorama rundete das Ganze spitzenmäßig ab. Aus einem Kursraum konnte man sogar bis zur Zugspitze gucken! Ehrlich gesagt, hab ich oft die Augen, trotz Ansage, nicht geschlossen, sondern das mega Panorama in den Asanas aufgesaugt HAHA.

Der Blick aus dem Fenster! Strahlend blauer Himmel, spätsommerlich-grüne Alpen! Im Vordergrund meine Thai-Yoga-Massage Partnerin.

Freitag

Am Freitag kam ich etwas zu spät und konnte nicht mehr an Opening Class von Patrick Broom teilnehmen. Aber ich musste mich eh erstmal zurechtfinden auf dem Gelände. Doch nach zwei Kursen wusste ich Bescheid, wo die Räume waren und konnte fix von einer Klasse in die andere pendeln.

Den ersten Kurs, den ich am Freitag besuchte, war dann gar kein Yogakurs, sondern eine Einführung in die Thai-Yoga-Massage. Ohne Partnerin, fand ich aber schnell eine Nachbarin, die mit mir die tollen Massagetechniken erlernte und gleich ausprobierte. Nach meinen zwei Wandertagen eine Wohltat! (Muskelkater im Schienbein ist echt fies!). Zwei Yogakurse macht ich an dem Tag noch und war begeistert. Besonders von Sonia Taylor Bach, die uns durch eine Klasse leitete, bei der fast keine traditionelle Yoga-Pose vorkam! Mega kreativ!

Samstag

Den Samstag begann ich mit einem Handstand-Workshop, da ich ihn immer noch nicht kann und so gerne können würde! Nicht, weil ich damit coole Fotos auf Insta posten will, sondern weil der Handstand einfach ganz viel Kraft hat, uns innerlich zu transformieren. Dadurch, dass man große Ängste überwinden muss (Ich fall auf meinen Rücken und das tut weh), die Welt durch eine andere Perspektive sieht (Upside Down) und vor allem weil du im Handstand an nichts anderes denken kannst, als deinen Handstand. Ein richtig toller OFF-schalter fürs Gehirn. Ein selbstgehaltener Handstand gibt dir auch noch unglaublich viel Energie, die du gar nicht von dir kanntest. In dem Workshop bin ich auf jeden Fall ein gutes Stück weiter gekommen. Auch wenn ich der Wand zum hochkicken immer noch nicht vertraue (das tut doch an den Fersen weh!), konnte ich mit Assist ziemlich gut meine Balance finden und kurz allein halten.

Budokon hat mich dann leider etwas enttäuscht, da die Lehrerin doch sehr langsam in ihren Ansagen war und ich mir einen besseren Flow gewünscht hätte. Eine Yin-Yoga Klasse mit Zugspitzpanorama war meine resetende Mittagspause. Denn leider war das Essen, wie beim Wanderlust Berlin, unter aller S**. Am ersten Tag gab es schon um 12 Uhr keine veganen Wraps mehr, und es wurde schon wieder FLEISCH serviert! Auf einem YOGAFESTIVAL! Ich hätte mir so sehr gesundes Food und einen ayurvedischen Stand gewünscht oder einfach mehr Optionen für Veganer und Vegetarier. Einzig ein Acai-Stand aus der Schweiz rettete mich über die Tage.

Aber dann kam mein persönliches Highlight: Chris Chavez. Mehr zufällig ging ich in seine Klasse und war hin und weg! Von seiner Teachingmethod, von seiner Art, wie er mit den Schülern Verbindung aufbaut und was für super coole Tricks er auf Lager hatte. Es ging wieder um den Handstand und ich konnte ihr noch länger und besser halten als am Vormittag. BOMBE!

Chris Chavez hockt rechts und erklärt einem Schüler, wie er eine Pincha-Variante aufbaut. Trotz mega guter Anleitung war mir diese Inversion doch zu krass 😀

Sonntag

Wegen Chris Chavez änderte ich meine Pläne für Sonntag und ging in seine Vormittagsklasse. Auch dort war ich wieder hin und weg! Aber danach auch super fertig. Ich quälte mich eher durch eine Anusara-Outdoor-Klasse, bei der ich den letzten Sommersonnenschein in mich aufsaugte und danach war ich bedient. Ich schaute noch kurz zu, wie die Closing-Class begann, aber ich hatte keinen Elan und keine Kraft mehr, für noch eine Yogasession.

Sonia Taylor Bach leitete den Anfang der Abschlussklasse am Sonntag an.

Meine Batterien fühlten sich nach diesem energetischen Wochenende aber bis oben hin aufgeladen und ich fuhr mit ganz viel neuem Bock auf Yoga wieder nachhause! Danke dafür Wanderlust! Ich bin gerne nächstes Jahr wieder dabei! Nur das mit dem Essen müsstet ihr verbessern…

Weitere Infos unter: www.wanderlust.com

Checkt die Events und Festivals in eurer Nähe auf jeden Fall aus! Es lohnt sich!

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